Gartentrends 2018 - Was im Garten aktuell angesagt ist

Was sind die aktuellen Gartentrends für das Gartenjahr 2018?

Auch wenn der Winter in diesem Jahr relativ lang und hartnäckig ist - irgendwann werden wir wieder im Garten aktiv sein. Der eine oder andere wird dann sicher vor der Frage stehen, wie er sein Gartengrundstück eventuell um- oder neugestalten kann. Es kann nicht schaden, so langsam aber sicher in die Planung der Außenanlagen einzusteigen. 

Dazu habe ich mich einmal umgesehen, worüber das Netz spricht, was die selbsternannten Fachleute meinen und gebe ein wenig meine eigenen Erwartungen zu den aktuellen Gartentrends dazu.

 

Hochbeete aus Metall 

Hochbeete aus verschiedenen Materialien sind schon seit Jahren ein Thema und gehören auch für dieses Jahr ganz sicher zu den Gartentrends. Gerade in der letzten Zeit erleben wir eine verstärkte Nachfrage nach Hochbeeten aus Metall. Der Werkstoff Metall bietet bei den Hochbeeten gegenüber klassischen Materialien wie Holz mehrere Vorteile. An erster Stelle steht da die Langlebigkeit der Metall-Hochbeete. Die aktuellen Materialien wie Cortenstahl oder Edelstahl sind extrem haltbar und bleiben viele Jahre lang schön. Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel zum Werkstoff Cortenstahl. Die Metall-Hochbeete werden in zahlreichen Höhen, Varianten und Formen angeboten und lassen sich auch kundenindividuell anfertigen. Hochbeete können im Garten den Eindruck von verschiedenen Ebenen vermitteln, Grundstücke seitlich begrenzen aber auch als Raumteiler oder Designelemente wirken. Mit den richtigen Pflanzen bestückt sind sie eine echte Bereicherung für den Garten. 

 

Gartentrends Hochbeet Cortenstahl

 

Outdoor Cooking 

Die Gartenküche und das Kochen und Grillen waren auch im letzten Jahr schon ein starker Trend. Man konnte das auf den Gartenmessen gut erkennen, wo das Grillen und Kochen im Garten ganze Hallen einnahm. Outdoor Cooking gehört auch in diesem Jahr zu den großen Gartentrends und das Thema erweitert und verfeinert sich noch. Mittlerweile haben einige Anbieter richtige Systemküchen im Programm, die durch ihre Modulbauweisen vielfältig und erweiterbar sind. 

Neben den Outdoorküchen gehört natürlich auch eine Vielzahl von luxuriösen Holzkohlegrills und Gasgrills zum Thema. Auch hier haben die Anbieter Ihre Programme erheblich erweitert und verbessert. Ebenfalls zu diesem Gartentrend zählen solche Feuerstellen, an denen auch Speisen zubereitet werden können. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Feuerring, bei dem die Speisen auf einem heißen Ring aus rohem Stahl zubereitet werden. Um das Thema Outdoor Cooking herum entstehen zahlreiche Events, Festivals und es werden inzwischen viele Kurse und Kochbücher angeboten. 

 

 

Gartentrends Gartenküche

 

 

Wohnen im Garten

Immer wieder war in den letzten Jahren vom "Wohnzimmer im Freien" die Rede und die Gartengestalter hörten mehr und mehr den Kundenwunsch vom in den Garten verlängerten Wohnraum. Nun haben sich auch die Hersteller von Deko und Zubehör auf diesen Gartentrend eingeschossen. Es gibt jetzt auch für den Garten einige Produkte, die man früher nur vom Inneren des Hauses kannte. Outdoor-Teppiche sind einer dieser Artikel, die den Garten zum Wohnbereich machen. Aber auch Loungemöbel und wohnliche Gartenmöbel, die so wirken, als hätte man sie gerade von drinnen geholt, bestätigen diese Entwicklung. So richtig kuschelig wird es auf der Terrasse dann mit zusätzlichen Accessoires wie wetterfesten Kissen und Decken. Kleine Dekoleuchten runden das Wohnzimmerfeeling ab und verlängern die Gartenzeit in die Abendstunden hinein.

 

Gartentrends Gartenmoebel Outdoor Living

 

Keramische Terrassenbeläge

Inzwischen kommt kaum noch jemand um sie herum - Terrassenbeläge aus Keramik bzw. Feinsteinzeug. Im Prinzip hat es schon von Jahren einmal den Versuch gegeben, Fliesenbeläge im Garten zu etablieren. Der Markt war damals aber noch nicht weit genug. Jetzt aber ist dem Keramikbelag der Durchbruch im Gartenbau gelungen. Keramikplatten haben bei vielen Anbietern bereits die Terrassenplatte aus Betonwerkstein verdrängt und machen auch dem Naturstein ordentlich Markt streitig. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Die Keramik-Terrassenplatte ist pflegeleicht, absolut schmutzunempfindlich, wetterfest, enorm vielfältig und dauerhaft. Gleichzeitig ist eine gute Keramikplatte selbst von so manchem Fachmann auf den ersten Blick kaum noch von Naturstein zu unterscheiden. Zusätzlich erlaubt die heutige Technik immer neue, interessante Muster und Maße in immer kürzerer Zeit.

Keramikplatten gehören damit zu den großen, aktuellen Gartentrends und werden ihren Marktanteil auch in 2018 weiter ausbauen. Inzwischen kommen neue Materialstärken und Verbundbauweisen hinzu, um einer einfacheren Verlegung Rechnung zu tragen. Ob dieses relativ neue Gartenbaumaterial tatsächlich nur Vorteile gegenüber anderen Baustoffen bietet, darf bezweifelt werden. Zumindest bei der Verarbeitung gibt es nicht nur Fürsprecher für die neuen Terrassenbeläge. 

 

Der naturnahe Garten

Im Gegensatz zur Keramikplatte werden wieder öfter natürliche und naturnahe Materialien eingesetzt und man bemüht sich bei den aktuellen Gartenplanungen, etwas vom "technischen Garten" wegzukommen. So setzen die Gartengestalter bei Ihren Planungen wieder mehr auf weiche, geschwungene und der Natur ähnliche Formen. Die Planer versuchen so, sich vom allzu geradeaus gestalteten Außenbereich wieder etwas zu entfernen. Auch Nutzbeete, Insektenhotels und vielfältiger bepflanzte Bereiche halten wieder Einzug in den aktuellen Garten. Darüber hinaus ist neben dem schon genannten Trend zu Keramikbelägen auch eine Entwicklung zu wieder kleinteiliger werdenden Bodenbelägen erkennbar. So wird beispielsweise auch die gute alte Polygonalplatte wieder häufiger gefragt. Das merke ich persönlich auch bei meinen Verfugungen. Großformatige Beläge gibt es zwar immer noch reichlich, aber auch Kleinformate oder Mehrformate kommen wieder häufiger auf Terrassen und Wegen vor. Natürlich findet die Geschwindigkeit solcher Trendentwicklungen regional unterschiedlich statt.

 

Smarte Gartentechnik

Sie ahnen schon, was nun kommt - genau, es geht um all die "tollen" Sachen, die man mit dem Smartphone über das Internet so steuern kann. Vom Mähroboter über die Gartenbeleuchtung bis zur vollautomatischen Urlaubbewässerung lässt sich heute bereits die komplette Gartentechnik von der ganzen Welt aus per Smartphone steuern. Dieser Gartentrend setzt sich ganz sicher auch in den nächsten Jahren fort und wird weiter perfektioniert werden. Die etablierten Hersteller bieten hier schon eine ganze Reihe teilweise auch wirklich nützlicher und guter Produkte an. 

Für mich persönlich ist der Smart Garden Segen und Fluch zugleich. Natürlich macht es technikbegeisterten Spaß, alle Einstellungen vorzunehmen und sich daran zu erfreuen, wie dann auch alles ferngesteuert funktioniert. Nie wieder wird mir ein Beet vertrocknen oder der Rasen braun werden. Aber irgendwann nervt mich dieses ständige Gefummel mit dem Smartphone dann auch einfach. Es sind immer mehr Apps zu kontrollieren und zu handhaben - auch das kostet ja Zeit. Und: Muss ich auf Mallorca wirklich wissen, wie es meinem Rasenmäher geht? War es nicht eigentlich auch immer ganz schön, einfach den Schlüssel beim Nachbarn abzugeben, in den Urlaub zu fahren und alles hinter sich zu lassen? 

 

Welche Farben sind im Trend?

Eine ganze Zeit lang wurden Flächen, Zäune und Gartenobjekte immer dunkler. Anthrazittöne beherrschten die Außenflächen und ließen die eine oder andere Terrasse geradezu traurig aussehen. Das scheint sich nun ein wenig zu ändern: Grau ist das neue Anthrazit. Die Flächen und Wege im Außenbereich werden wieder etwas heller und hier und da durch Farbakzente aufgelockert. Bei den Gartenmöbeln bestimmt helles Holz oftmals auch in Kombination mit Weiß den Trend. Gemütlichkeit schaffen hier auch wieder dazu passende, graue Polster. Wenn doch dunkle Materialien verwendet werden, wird es dann gleich richtig schwarz - meist in Kombination mit grau oder weiß. Bei den Gartenobjekten ist Cortenstahl, also Rostoptik in Kombination mit Pflanzengrün nach wie vor äußerst beliebt. 

 

Der Gartenbau - Altes mit Neuem verbinden 

Für den Gartenarchitekten und den Gartenbaubetrieb der Zukunft wird immer mehr die Verbindung von Altem mit Neuem eine wichtige Rolle spielen. Was soll das heißen? Der Immobilienmarkt der Zukunft wird immer mehr von Eigentümern mitbestimmt, die Häuser von Ihren Eltern oder Großeltern erben. Bei diesen Immobilien geht es oftmals nicht um Neubau, sondern um Sanierung und Umgestaltung - gerade auch im Garten. Das sind auch deshalb die interessantesten Kunden, weil ein vernünftiges Budget für die Gartengestaltung zur Verfügung steht. Für den Gartengestalter und Gartenausstatter wird es daher in Zukunft umso mehr darauf ankommen, erhaltenswerte Dinge zu erkennen und diese geschickt mit neuen Elementen zu verbinden. Hier entwickelt sich ein riesiger Gestaltungsbereich, der spannende neue Anforderungen an die Gestalter stellt.

 

Selbstverständlich erhebt meine kleine Zusammenstellung keinen Anspruch auf Vollständigkeit und schon gar nicht soll sich jemand unbedingt danach richten. Es soll einfach nur ein kleiner Einblick in aktuelle Entwicklungen und Hinweise auf Gartentrends sein, aus denen sich jeder heuraussuchen möge, was ihm gefällt. Am Ende kommt es doch nur auf eines an: Genießen Sie Ihre Zeit im Garten!

Foto "Feuer" © Hoefats

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Bequem bezahlen mit herausragenden Finanzpartnern